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3D Druck – Erste Hilfe: Feine Details werden nicht gedruckt

Sehr oft kommt es vor, dass ein Design sehr feine Details besitzt. Solange diese Details nur geringfügig unterhalb des Düsendurchmessers liegen, ist das kein Problem. Ab einer gewissen Abweichung, kann es dazu kommen, dass diese feinen Details nicht mehr gedruckt werden.

Wenn auf deinem Ausdruck feine Details nicht gedruckt werden, dann ist dies meist auf ein schlecht konfiguriertes Verhalten deines Slicers bei dünnen Wänden zurückzuführen. Des Weiteren kann dieses Fehlverhalten auch durch eine Düse mit zu großem Durchmesser ausgelöst werden.

Dieses Problem lässt sich nicht immer ausschließlich durch Änderungen der Einstellung in der Slicer Software beheben. Zeitweise ist es notwendig, dass du Änderungen an der Hardware oder dem Design selbst vornehmen musst.

Welche Ursachen führen dazu, dass feine Details nicht gedruckt werden?

Wie bereits zuvor erwähnt, kann der Druck eines Druckobjekts mit feinen Details, welche wesentlich dünner als der Druckmesser der Düse sind, dazu führen, dass diese feinen Details nicht gedruckt werden. Wenn du z.B. mit einer Düse mit 0,4 oder 0,5 mm Durchmesser drucken möchtest, die Wandstärke des zu druckenden Segments jedoch nur 0,2 mm beträgt, dann kann dein Drucker diesen Teil des Druckobjekts nicht drucken. Je nach verwendeter Slicer Software kann es sein, dass du diesen Fehler bereits nach dem Slicen feststellst, da dein Slicer dieses Element in der Druckvorschau nicht mehr korrekt darstellen kann.

Wenn auf deinem Ausdruck feine Details nicht gedruckt werden, ist dies in den meisten Fällen auf folgende Probleme zurückzuführen:

  • schlechte Konfiguration des Slicers bei dünnen Wänden
  • zu großer Durchmesser der installierten Düse

Wie vermeidest du das feine Details nicht gedruckt werden?

Verhalten des Slicers bei dünnen Wänden anpassen

Wenn die Wandstärke einiger Teile deines Designs dünner ist, als der Durchmesser der installierten Düse, werden diese Teile bei den meisten Slicern bereits beim Slicen nicht mehr berücksichtigt, da diese nicht druckbar sind.

Um dieses Verhalten zu beheben, ändere die sogenannten “External Thin Wall” Einstellungen in deiner Slicer Software.

Die Namen und Einstellungen variieren von Slicer zu Slicer. In manchen Slicern musst du diese Einstellungen möglicherweise erst aktivieren. In anderen Slicern wiederum werden diese Einstellungen eventuell gar nicht zur Verfügung gestellt. Versuche in diesem Fall das Problem mit einem der nächsten Lösungsansätze zu beheben.

Verwechsle die oben erwähnten “External Wall Einstellungen” nicht mit den “Internal Wall Einstellungen”, welche die Fehlerursache für Lücken in dünnen Wänden sind.

Das Druckobjekt einem Redesign unterziehen

In manchen Fällen ist ein Segment eines Designs so dünn entworfen, dass es mit den vorhandenen Mitteln schlichtweg nicht gedruckt werden kann. Hier bleibt dann nichts anderes übrig, als das zu druckende Objekt einem Redesign zu unterziehen. Dies setzt voraus, dass dir die CAD Daten des 3D Modells zur Verfügung stehen. Natürlich darf aufgrund eines Redesigns die angedachte Funktionalität des Objekts nicht beeinträchtigt werden. Weiters darfst du auf keinen Fall vergessen, sofern du das Objekt für jemand anderes entworfen hast, dass diese Person natürlich damit einverstanden sein muss.

Um dieses Problem zu beheben, bearbeite das 3D Modell in der CAD Software, mit welcher du es ursprünglich erstellt hast. Beseitige all jene Stellen in deinem Design, welche dünner als der Durchmesser deiner Düse sind. Bei einer gängigen Düse handelt es sich hierbei sehr wahrscheinlich um einen Durchmesser von 0,4 bis 0,5 mm.

Eine dünnere Düse verwenden

Wie bereits erwähnt, kann es vorkommen, dass Teile deines Design von deinem Slicer ignoriert werden, da der Durchmesser der installierten Düse zu klein ist. Wenn du das Design, aus welchen Gründen auch immer, nicht ändern kannst, bleibt dir noch immer die Möglichkeit eine Düse mit einem kleineren Durchmesser zu verwenden.

Sehr häufig musst du zum Wechseln der Düse auch den Druckkopf auseinander nehmen. Halte dich hierbei jedoch bitte unbedingt an die Vorgaben deines Druckerherstellers.

Ein anderes Herstellungsverfahren verwenden

Manchmal erzielen die oben angeführten Möglichkeit nicht den gewünschten Effekt oder sind schlichtweg nicht anwendbar. In diesen Fällen hast du immer noch die Möglichkeit ein anderes Druckverfahren wählen. Mit SLA oder SLS, kannst du Druckobjekte mit sehr feinen Details drucken.

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