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Ein Firmenschild mit Fusion 360 selbst erstellen

Vor einiger Zeit habe ich auf der Online Plattform Vistaprint Visitenkarten erstellt. Dabei habe ich ein von der Plattform bereitgestelltes Design verwendet. Dieser Dienstleister bietet neben Visitenkarten auch noch Flyer, Papier im Coorporate Design der Firmen, Stempel, etc. im gleichen Design an. Praktisch eigentlich, aber naja…

Um ein wenig Aufmerksamkeit zu erzeugen, wollte ich ein Türschild in meinem Design anfertigen lassen. Tja, aber bei den Schilder gab es plötzlich nur noch andere Designs. Jetzt könnte man natürlich auf die klassischen Silber- oder Messingschilder mit Gravur zurückgreifen, was ich aber nicht wollte. Ich zeige dir daher in diesem Artikel, wie ich mein Firmenschild mit Fusion 360 selbst erstellt habe und auf welche Probleme ich dabei gestoßen bin.

Dann mach ich’s halt selbst

Ich entschloss mich also kurzerhand, das Firmenschild selbst anzufertigen. Wozu habe ich denn den 3D Drucker ;-). Ich startete also Fusion 360 und lud ein Bild meiner Visitenkarte in das Programm.

Da hier verschiedene Farben zum Einsatz kamen, entschied ich mich dazu, dass Design in mehrere Teile aufzuteilen. Das Türschild sollte am Ende aus einer weißen Grundplatte, einer schwarzen Leiste mit weißem Schriftzug und den drei farbigen Würfeln in blau, rot und grün jeweils mit weißen Buchstaben bestehen.

Auf geht’s

Die Grundplatte

Zuerst erstellt ich die weiße Grundplatte in den Maßen 130*200 mm.

Um sicher zu stellen, dass später alle Bestandteile der Tafel an der richtigen Stelle positioniert sind, habe ich an den entsprechenden Positionen Einkerbungen vorgesehen. Damit konnten die Teile korrekt platziert werden und verrutschten auch beim Zusammenkleben nicht.

Die schwarze Leiste

Als nächstes erstellte ich die schwarze Leiste mit dem weißen Schriftzug.

Wie auch schon die Grundplatte, bereitete auch dieses Objekt keine größeren Problem beim Zeichnen. Lediglich bei den Buchstaben musste ich ein wenig improvisieren, da der im Design verwendete Schrifttyp in Fusion 360 nicht verfügbar war. Ich musste also eine andere Schriftart wählen und darauf achten, dass die Schriftgröße nicht zu klein zum Drucken war. Hier musste ich geringfügig vom Original abweichen, aber das war ok.

Das Logo

Mit dem Logo erwartete mich der herausforderndste Teil dieses Projekts. Ich muss das Logo nachzeichnen. Wobei die drei farbigen Würfel nicht das eigentlich Problem sind, sondern die an den Seiten befindlichen Buchstaben. Hier konnte ich nicht auf das Standard Textelement zurückgreifen, sondern musste mit Linien und sogenannten Splines die Grundform der Buchstaben auf dem Bild nachzeichnen.

Im Nachhinein stellte ich fest, dass eigentlich nur der Buchstabe B und die Ziffer 3 aufgrund ihrer Rundungen wirklich herausfordernd waren. Wobei der Buchstabe B mich ein wenig länger beschäftigte, da entweder das obere Loch oder das untere Loch des Buchstabens aus irgendeinem unerfindlichen Grund nicht ausgeschnitten werden konnte. Erst als ich die Löcher vergrößert hatte, funktionierte es plötzlich problemlos.

Jetzt wird gedruckt

Eine der größten Tücken bei mehrfärbigen Ausdrucken ist, dass man die Objekte für die verschiedenen Farben separat in die Slicer Software laden muss. Dort kann man definieren, ab welcher Höhe welche Farbe gedruckt werden soll (Anm.: das ist aber nur ein Variante des mehrfärbigen Drucks). Ich musste also alle Buchstaben des Schriftzugs der schwarzen Leiste im Slicer nochmal positionieren. Das war ein ganz besonderer Spaß…

Aber egal. Als ich diese Hürde auch genommen hatte, konnte ich die einzelnen Teile endlich ausdrucken.

Ein bisschen kleben und fertig

Um aus diesen Einzelteilen ein fertiges Türschild zu bekommen, musste ich die Teile jetzt noch zusammenkleben.

Das macht man bei Objekten mit PLA entweder mit einer Heißklebepistol, Modelbaukleber oder mit Aceton. Ja, richtig gelesen. Aceton. Wenn die Klebeflächen der einzelnen Teile mit Aceton eingepinselt werden, löst sich die oberste Schicht leicht auf und bekommt eine klebrige Konsistenz.

Legt man nun die Klebeflächen aufeinander und lässt sie ein paar Minuten trocknen, hält die Klebefläche bombenfest.

Diesen Vorgang wiederholt mal mit jedem Teil.

Und so sieht das Objekt fertig aus.

Ich bin ehrlich gesagt ganz zufrieden mit dem Ergebnis und glaube, damit kann ich meine kleine Firma ganz gut repräsentieren.

Wenn ihr Interesse an einem Türschild oder anderen 3D gedruckten Gegenständen habt, dann kontaktiert mich über das Kontaktformular. Wenn ihr bereits eine Druckvorlage habt, dann könnt ihr euren Ausdruck auch gerne direkt über den 3D Druckservice bestellen.

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Veröffentlicht in 3D Design 3D Druck DIY - Do It Yourself Fusion 360

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